Heizen mit Öl
Heizen mit Öl ist eine traditionelle Form der Wärmegewinnung. Steigende Rohölpreise und eine zunehmende Kritik am Ausstoß von CO2 bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen machen jedoch viele Verbraucher unsicher, ob sie mit Öl den richtigen Brennstoff nutzen. Trotzdem ist Heizöl mit einem Heizwert von 9,8 kWh pro Liter immer noch einer der leistungsstärksten Brennstoffe. Finden Sie jetzt hier viele interessante Aspekte auf einen Blick:
Heizölpreis
Der Preis für Heizöl wird von verschiedenen Faktoren bestimmt.
Der Grundstoff, aus dem Heizöl gewonnen wird, ist das Rohöl. Dieses wird an Rohstoffbörsen gehandelt und sein Preis richtet sich nach Angebot und Nachfrage. Somit steigt auch der Heizölpreis für Ihre Ölheizung, wenn der Preis für Rohöl anzieht.
Der Endpreis wird jedoch noch durch weitere Preisbestandteile beeinflusst. So kommen noch die Mineralölsteuer, die Mehrwertsteuer und natürlich auch der Deckungsbeitrag für den Händler hinzu. Dieser Deckungsbeitrag, der etwa 10% des Endpreises ausmacht, deckt die Kosten für den Transport, die Lagerhaltung, das Personal und die Verwaltung und soll natürlich auch etwas Gewinn abwerfen. Somit ist der Spielraum für den einzelnen Händler nur recht gering.
Bezüglich der Besteuerung des Heizölpreises gilt seit 2009, dass Heizöl EL (extra leicht) steuerlich leicht begünstigt wird. Dieses Heizöl soll gefördert werden, da es weniger Schadstoffe bei der Verbrennung produziert. Der Steuersatz für Heizöl EL liegt bei 6,7 Cent, während er bei Heizöl 7,6 Cent pro Liter beträgt.
Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung des Heizölpreis in den letzen Jahren:

Wie entwickelt sich der Heizölpreis?
Der Heizölpreis unterliegt den ständigen Schwankungen am Markt. Somit lassen sich nur bedingt Prognosen abgeben. Langfristig ist jedoch von steigenden Preisen auszugehen. Das gilt aber auch für andere Brennstoffe, denn der erhöhten Nachfrage auf dem Weltmarkt kann das Angebot oftmals nicht so schnell folgen.
Als Verbraucher ist sicherlich die Installation einer neuen Heizung eine wichtige Sparmaßnahme. Durch einen geringeren Verbrauch, sinkt Ihre Heizrechnung.
Wer liefert Heizöl?
Auch in Ihrer Nähe finden Sie Lieferanten für Heizöl, denn in Deutschland gibt es um die 3.500 Heizölanbieter. Ein Vergleich der Preise lohnt sich und auch der Zeitpunkt sollte bewusst gewählt werden, denn nur so können Sie beim Einkauf sparen.
Vorteile von Heizöl
- Sie können Heizöl im Voraus kaufen und somit von günstigen Einkaufspreisen profitieren. Wählen Sie dabei einen Zeitpunkt, an dem das Heizöl möglichst günstig ist und kaufen Sie in größeren Mengen ein. Vielleicht schließen Sie sich auch mit anderen Käufern aus Ihrer Gegend zusammen, um einen noch niedrigeren Preis zu erzielen.
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Sie haben freie Wahl beim Lieferanten.
Suchen Sie sich den Anbieter Ihrer Wahl aus. Sie entscheiden, ob Sie einen lokalen Händler, einen Händler, der auf Rechnung liefert, oder einen möglichst günstigen Lieferanten für Ihr Heizöl wählen. - Profitieren Sie von einer hohen Energieausbeute (bei Einsatz einer Brennwertheizung)! Gerade bei einem hohen Verbrauch sind Ölheizungen durch den hohen Wirkungsgrad anderen Heizsystemen in der Leistungsfähigkeit noch immer überlegen.
Nachteile von Heizöl
- Prognosen sagen einen weiter steigenden Preis für Rohöl voraus, denn die Weltnachfrage nach Rohöl steigt. Somit müssen Sie mit steigenden Heizkosten rechnen, die Sie aber durch eine neue Heizung und/oder veränderte Heizgewohnheiten abfangen können.
- Sie benötigen ausreichend Platz. Um ausreichend Heizöl für den Winter zu lagern, benötigen Sie nämlich einen raumintensiven Heizöltank. Sollte dieser Platz noch nicht vorhanden sein, ist eine Nutzung dieses Brennstoffs schnell mit hohen Investitionskosten verbunden.
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Sie müssen das Heizöl im Voraus bezahlen.
Anders als beim Erdgas müssen Sie das Heizöl bereits bei der Lieferung zahlen und somit vorfinanzieren. Sollten Sie diesen Einkauf bei Ihrer Bank mit einem überzogenen Konto finanzieren, so müssen Sie die Kosten für die Zinsen mit in Ihre Rechnung einbeziehen. - Es könnte eventuell zu einer Geruchsbelästigung kommen. durch das Heizöl, denn in der Nähe des Tanks kann man, gerade bei älteren Heizöltanks, oft den Geruch des Brennstoffes wahrnehmen.
Alternativen zum Heizöl
Bei den Alternativen zum Heizöl müssen Sie sich zunächst fragen, wie Sie heizen wollen und was Sie bereit sind, in eine neue Heiztechnik zu investieren. Wichtig ist auch, ob Sie die ein Heizsystem bevorzugen, welches beim Heizen möglichst wenig CO2 produziert.
Wenn ein Gasanschluss vorhanden ist, so könnte eine Gas-Brennwertheizung für Sie in Frage kommen. Umweltbewussten Heizern sollten eine Pelletheizung in Erwägung ziehen, besonders dann, wenn Sie bereits über einen Tank zur Lagerung verfügen. Auch Bioheizöl steht den Verbrauchern zur Verfügung. Dieser Brennstoff ist aber noch immer recht teuer im Einkauf. Weiterhin gibt es Mischmodelle, die Lösungen wie die Brennwerttechnik mit Solaranlagen kombinieren.
Expertenmeinung zum Heizen mit Öl
Der Brennstoff Heizöl wird auch in Zukunft weit verbreitet sein, auch wenn man davon ausgehen muss, dass die Bedeutung stark abnehmen wird. Die steigenden Rohölpreise und die regenerativen Energien sind für viele Verbraucher Grund genug umzusteigen. Wenn Sie jedoch einen hohen Heizbedarf haben, so ist auch eine moderne Öl-Brennwertheizung eine gute und effiziente Option.
